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Beste Schülerzeitungen und Journalistennachwuchs des Landes ausgezeichnet

Auch in diesem Jahr verlieh fjp>media, der Verband junger Medienmacher Sachsen-Anhalt, in Kooperation mit dem Bildungsministerium und dem Sozialministerium des Landes die „Goldene Feder“. Der landesweite Jugendpressepreis zeichnet die besten Schülerzeitungen und Nachwuchsjournalisten Sachsen-Anhalts aus.

Die „Goldene Feder“ 2016 wird in den Kategorien Grundschule, Förderschule, Sekundarschule und Gymnasium vergeben. Die Sieger erhalten neben Urkunde und Trophäe ein Preisgeld von 500 Euro. Das Bildungsministerium vergibt zudem den Sonderpreis „Für ein tolerantes Miteinander – Wir mischen uns ein!“ – dotiert mit 250 Euro. Das Sozialministerium unterstützt engagierte Redaktionsarbeit unter dem Motto „Wir sind stark“ mit zwei Medienexkursionen.

„Beste Schülerzeitung“ in der Kategorie Gymnasium ist „Das Martinshorn” des Gymnasium Martineums in Halberstadt. Die „Petripost“ der Petri-Sekundarschule aus Schwanebeck darf sich beste Schülerzeitung im Bereich Sekundarschulen nennen. In der Kategorie Grundschule siegt die „Schülerstimme“ der St. Mechthild Grundschule aus Magdeburg. Eine „Goldene Feder“ geht zudem an „Die Eule“ der Förderschule „Hugo-Kükelhaus“ in Magdeburg.

„Die Eule“ erhält zudem den Sonderpreis des Bildungsministeriums. In ihrem Beitrag „Wir sind (nicht) anders! Die Behinderung kommt zu uns….“ beschreiben die Redakteure, wie sie sich sehen und von anderen gesehen werden. Das Sozialministerium ehrt mit je einer Medienexkursion die Redaktionen der „Himmel und Erde“ der Evangelischen Grundschule Magdeburg und die „Petripost“ der Petri-Sekundarschule aus Schwanebeck für ihre authentische Berichterstattung und ausführliche Recherche.

Die Verleihung des Preises findet am 3. Dezember auf dem Jugendpresseball statt. Die Veranstaltung in Magdeburg gibt den Bewerbern der verschiedenen Schülerzeitungsredaktionen die Möglichkeit, sich in geselliger Runde auszutauschen, Fragen an die Juroren zu stellen und Kontakte zu anderen jungen Medienmachern zu knüpfen.

Mehr Informationen gibt es unter www.goldene-feder.de. Eindrücke vom Presseball sind unter www.jugendpresseball.de eingepflegt.

Einen herzlichen Glückwunsch allen teilnehmenden Redaktionen!


Trägerbündnis zur Debatte im Landtag von Sachsen-Anhalt

Die Debatte am 25. November im Landtag von Sachsen-Anhalt zum TOP 16 – „Landesförderung für zivilgesellschaftliche Arbeit sichern“ hinterlässt bei den Mitgliedern des Trägerbündnisses einen zwiespältigen Eindruck. Dabei meinen wir nur bedingt die – leider erwartbaren – Verunglimpfungen durch die AfD als „Vereinsmafia“. Diese Aussagen disqualifizieren sich selbst.

Auf der einen Seite ist es richtig und gut, dass sich der Landtag einem so wichtigen Thema wie der Arbeit der zivilgesellschaftlichen Träger widmet. Wir freuen uns, dass der Landtag damit grundsätzlich die Frage gesellschaftlicher Aufgaben in den Mittelpunkt seiner Debatten rückt.

Die beschlossene Lösung bleibt jedoch hinter den Erwartungen des Trägerbündnisses zurück: Eine klare und verständliche Aussage ist hier für uns nicht erkennbar. Wenn der Beschluss eine Antwort auf die drängenden Fragen nach der Weiterführung unserer Projekte und der Sicherung unserer Strukturen bedeutet, ist sie in ihrer Ausführung und Wirkung nicht klar verständlich. Ohne eine verbindliche und zeitnahe Förderzusage stehen die Träger ähnlich ratlos da wie vorher. Welche Arbeit in welcher Höhe ab welchem Zeitpunkt als förderfähig beschieden wird, bleibt unbeantwortet.

Noch unverständlicher allerdings ist uns die Bewertung der aktuellen Situation im Parlament. Da ist von einem „Schreckensszenario“ als „absolutem Humbug“ die Rede. Das Problem wird als „bei weitem nicht so groß“ angesehen und im Plenum konstatiert, dass Regierung und Koalition die Lage ohnehin bearbeitet hätten. Um es klar zu formulieren: Bei den Trägern sind ehrenamtlich Aktive und unentgeltlich engagierte Vorstände nachhaltig verunsichert. Für sie ist die Situation ein großes Drama, ebenso wie für die hauptamtlichen Mitarbeitenden, die in der Vorweihnachtszeit den Weg zum Arbeitsamt gehen müssen. Darüber hinaus gibt es zahllose andere Verbindlichkeiten wie Miete oder Strom für Geschäftsräume, die mit Jahresbeginn anfallen. Zudem warten Projekte, Angebote und andere Arbeitsinhalte auf ihre Umsetzung.

An dieser Stelle ehrenamtliches Engagement gegen professionelles Hauptamt aufzuwiegen, ist wenig zielführend. Ehrenamt ist der Schlüssel zu einer funktionierenden Zivilgesellschaft. Ab einer bestimmten Aufgabengröße aber braucht es einen strukturellen Rahmen und eben auch hauptamtliche Unterstützung. Für Professionalisierung, Verstetigung und Nachhaltigkeit und damit für viele Aufgaben ist Hauptamt eine unbedingte Voraussetzung. Beides – ehrenamtliches Engagement und hauptamtliche Arbeit – bauen in den Feldern unserer Arbeit aufeinander auf und bedingen einander. Das zu verkennen, zeugt von wenig Erfahrung und Kenntnis des Wirkens der zivilgesellschaftlichen Träger.

Unverständlich finden wir auch den Ruf nach „privatem Engagement“. Die freien Träger sind privatrechtlich verfasste Organisationen, die entsprechend des Subsidaritätsprinzips staatliche Aufgaben der öffentlichen Daseinsfürsorge übernehmen. Das sie dafür staatlich (mit)finanziert werden, liegt dabei auf der Hand.

Um Positionen gegenseitig zu erörtern und in eine inhaltliche Debatte über die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Träger zu kommen, laden wir die Mitglieder des Landtages zu einem Austausch ein. Dabei sollte es auch um die im Antrag beschriebenen Fragen von Zielbestimmung und Sinnhaftigkeit gehen.

Trägerbündnis zur Debatte im Landtag


Erster Tag der Medienkompetenz – ein umfassendes Landeskonzept ist nötig

Zum ersten Tag der Medienkompetenz am 23.11.2016 präsentierte fjp>media das Kinderzimmer der Zukunft. Als Protagonist im Bereich der außerschulischen Medienarbeit und des Jugendmedienschutzes sieht der Verband junger Medienmacher die Notwendigkeit eines umfassenden Landeskonzeptes.

„Kinder und Jugendliche wachsen in einem stark durch Medien geprägten Umfeld auf. Um mit den ständig neuen Trends und Entwicklungen bewusst umgehen zu können, ist Medienkompetenz von großer Wichtigkeit“, sagt Olaf Schütte, Geschäftsführer von fjp>media. Dazu braucht es neben den guten Angeboten verschiedener Akteure in dem Bereich zukünftig eine bessere Vernetzung und ein umfassendes Konzept für Sachsen-Anhalt.

Medienkompetenz bedeutet als Schlüsselkompetenz mehr als nur das technische Bedienen eines Gerätes. Ebenso wichtig sind das kritische Hinterfragen von Medieninhalten, die Kenntnis rechtlicher Grundlagen oder Fragen des Datenschutzes. Den bewussten Umgang mit Medien zu erlernen, ist ein lebenslanger Prozess, der bereits im Kindergarten beginnt. Neben Eltern müssen auch pädagogische Fachkräfte, die das Lernen von den ersten Jahren an begleiten, dafür entsprechend sensibilisiert und qualifiziert sein. Eine verbindliche Regelung für die Medienkompetenzvermittlung in Ausbildung und Studium fehlt jedoch genauso wie ein aufeinander aufbauendes Bildungskonzept für dieses Thema.

Um den verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden, braucht es umfassende medienpädagogische Angebote zum Kompetenzerwerb in Bildung, Jugendarbeit sowie im familiären Kontext. Die Vermittlung von Medienkompetenz muss sich an alle Zielgruppen, an Eltern, Heranwachsende und pädagogische Fachkräfte richten. Die inhaltlichen Schwerpunkten müssen sich an den jeweiligen Entwicklungsaufgaben der Kinder und Jugendlichen orientieren. Ein verbindliches Landeskonzept könnte eine aufeinander aufbauende kontinuierliche Struktur garantieren.

Für das Land Sachsen-Anhalt sei dazu mit dem Beschluss des Landtages zur „Förderung der Medienkompetenz als unverzichtbare Schlüsselqualifikation“ (Drucksache 5/80/2614 B) aus dem Jahr 2010 eine grundsätzliche Willenserklärung erfolgt, findet Schütte. Allerdings fehlen in vielen Bereichen die notwendigen Ressourcen, um nachhaltige medienpädagogische Angebote umzusetzen.

Mit der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz sowie dem Medientreff zone! veranstaltet fjp>media regelmäßig Elternabende, berät Familien in Einzelgesprächen oder bildet Fachkräfte weiter. Darüber hinaus organisiert das Team Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche, in denen diese eine sichere und reflektierte Mediennutzung erlernen. Zum ersten Tag der Medienkompetenz in Sachsen-Anhalt hatte fjp>media eingeladen das Kinderzimmer der Zukunft zu erleben: sogenannte „connected toys“ – vernetzte Spielzeuge, die über Smartphone und Internet digital agieren. Interessierte konnten Fragen zu Datenschutz und Persönlichkeitsrechten stellen und sich mit den Medienexperten austauschen.


Offener Brief der Träger der Jugend-, Sozial- und Kulturarbeit, Integrationsarbeit und der Engagementförderung

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Mit einem Offenen Brief wenden sich landesweite gemeinnützige Träger Sachsen-Anhalts an die Landesregierung und den Landtag. Die Vereine und Verbände erwarten neben einer umgehenden Lösung für die ungeklärte Haushaltssituation auch eine generelle Debatte über die Rolle von Jugend-, Sozial- und Kulturarbeit im Land.

In einem Offenen Brief von Auslandsgesellschaft, fjp>media, Internationale Jugendgemeinschaftsdienste, Kinder- und Jugendring, Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe, Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen, Landesnetzwerk Migrantenorganisationen, Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung und Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit wenden sich die Träger mit dem Aufruf um einen verbindlichen Dialog an Landesregierung und Landtag.

„Wir sehen uns als zentrale Pfeiler der demokratischen Zivilgesellschaft des Landes, leisten einen wichtigen Beitrag für gesellschaftliche Aufgaben hier. Damit stiften wir Identität und Heimatgefühl für die Menschen in Sachsen-Anhalt. Über 1.600 Ehrenamtliche engagieren sich in unseren Projekten und Angeboten. Außerdem sind wir, ebenso wie Unternehmen, auch Investoren und Arbeitgeber“, erklärt Anne Haertel, Vorsitzende des Kinder- und Jugendrings Sachsen-Anhalt für das Trägerbündnis. Allein 7 Millionen Euro an Dritt- und Eigenmittel investieren die im Brief genannten Vereine jährlich, beschäftigen über 160 Menschen. Trotzdem komme es jedes Jahr zu prekären Situationen aufgrund später Förderung, stünden Projekte und Arbeitsplätze jährlich auf der Kippe. Oft fühlen sich die Verbände nicht Ernst genommen und anerkannt.

Deswegen sei es wichtig, Selbstverständnis und Verständnis der Arbeit und Rolle von Jugend-, Sozial- und Kulturarbeit, Integrationsförderung und Engagementförderung gemeinsam mit Politik und Trägern zu diskutieren. Dazu lädt das Trägerbündnis die Mitglieder des Landtages und der Landesregierung ein. Akut erwartet das Bündnis wegen des noch nicht beschlossenen Haushaltes kurzfristige Lösungen für die Förderbescheide.

Zum Offenen Brief

Zur Pressemitteilung des Trägerbündnisses

Pressekontakt:
Trägerbündnis c/o KJR LSA
Anne Haertel und Fabian Pfister
Schleinufer 14
39104 Magdeburg
Tel: 03 91-53 53 94 80
Mail: traegerbrief@gmx.de


Internet der Dinge und connected toys – das Kinderzimmer der Zukunft

Sprachgesteuerte Puppen, Überwachungsapps und Kuscheltiere mit integrierter Kamera: Das Kinderzimmer der Zukunft wird immer „smarter“ und die Einbindung des Internets in Spiel- und Tagesabläufe zur Normalität.

Die Spielzeugindustrie hat Internet und Multimedia als Markt entdeckt. Sogenannte „connected toys“ – vernetzte Spielzeuge, die über Smartphone und Internet digital agieren, erobern die Spiele- und Lebenswelt von Kindern. Was genau das für Fragen der Medienkompetenz, des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte bedeutet, will fjp>media am 23.11.2016, dem Tag der Medienkompetenz in Sachsen-Anhalt, verdeutlichen.

Ein begeh- und erlebbares Kinderzimmer mit vernetztem Spielzeug und Zubehör lädt zum Ausprobieren und Nachdenken darüber ein, wie Kinder in einer von Medien geprägten Umwelt aufwachsen.

Der Besuch im Kinderzimmer der Zukunft startet um 17:00 Uhr. Gemeinsam mit Heranwachsenden und MedienpädagogInnen wollen wir danach diskutieren, welche Herausforderungen und Bedarfe, Chancen und Risiken sich in der Zukunft ergeben.

Was?     Tag der Medienkompetenz im Kinderzimmer der Zukunft
Wo?       Medientreff zone!, Gareisstraße 15, 39016 Magdeburg
Wann?  Mittwoch, 23.November, ab 17:00 Uhr
Eintritt frei

Das Kinderzimmer der Zukunft findet sich im Magdeburger Medientreff zone! und wird durch die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz von fjp>media betreut.

Mit dem ersten Tag der Medienkompetenz Sachsen-Anhalt am 23. November 2016 sollen die vielfältigen Medienkompetenzangebote in unserem Bundesland in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt werden.

Mehr Informationen gibt es unter www.Medienkompetenztag.de


Beste Schülerzeitung und beste Nachwuchsjournalisten gesucht!

Auch in diesem Jahr suchen fjp>media, das Bildungsministerium und das Sozialministerium Sachsen-Anhalts wieder die besten Schülerzeitungen und Nachwuchsjournalisten des Landes. Noch bis zum 15. November könnt ihr euch für die „Goldene Feder“ bewerben! Den Gewinnern winkt ein Preisgeld von 500 Euro, eine glänzende Trophäe und natürlich ein toller Abend bei der Preisverleihung auf dem Jugendpresseball am 03. Dezember in Magdeburg.

Die „Goldene Feder“ wird in den Kategorien „Beste Schülerzeitung“ und „Bester Nachwuchsjournalist“ vergeben. Als bester Nachwuchsjournalist können sich alle jungen Medienmacher wie Redakteure von Schüler-, Studenten- oder Jugendmedien oder junge, nicht hauptberufliche Mitarbeiter von Profimedien bis zum 27. Lebensjahr beteiligen, die in Sachsen-Anhalt leben. Zugelassen sind Beiträge, die sich journalistischer Stilformen bedienen und in Zeitung/Zeitschrift, Hörfunk, Fernsehen oder Internet veröffentlicht wurden.
Am Schülerzeitungspreis können sich alle nichtkommerziellen Zeitungen und Zeitschriften aus Sachsen-Anhalt beteiligen, die von Schülerinnen und Schülern produziert und herausgegeben werden. Die teilnehmende Schülerzeitung müssen Periodika sein – Einzelausgaben für den Wettbewerb sind nicht zulässig. Die eingereichte Ausgabe muss dem Schuljahr 2015/2016 oder dem Kalenderjahr 2016 entstammen.

Außerdem vergeben das Bildungsministerium und das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration wieder Sonderpreise für herausragende Beiträge und Formate. Es lohnt sich also!

Alle Antragsunterlagen und weitere Informationen gibt es unter goldene-feder.de.


 

fjp>media feiert 25. Geburtstag

So schnell kann es gehen! fjp>media wird 25 Jahre alt. Zu diesem Anlass möchten wir gemeinsam mit Mitgliedern und Freunden auf die zurückliegenden Jahre zurückschauen und sehen, wie sich der Verband entwickelt hat. Dazu laden wir herzlich zu unserer Geburtstagsfeier am 16.03.2016 ab 15 Uhr in den Medientreff zone! ein. Für Essen und Trinken wird gesorgt.

Am 16. März 1991 wurde der Verband von 30 jungen Journalisten gegründet. Seit dieser Zeit ist viel passiert: fjp>media und seine engagierten Mitglieder, Aktive, Freunde und Förderer haben die Medienbildung in Sachsen-Anhalt maßgeblich geprägt, sich in vielen Projekten der Förderung junger Journalisten angenommen und sich politisch für die Belange junger Medienmacher eingesetzt.

Wir danken allen, die uns auf unseren Wegen stets mit begleitet haben.
Du hast Fragen, Anmerkungen oder Ideen für neue Projekte? Wir würden uns freuen, mit dir an diesem Tag ins Gespräch zu kommen.


 

Jetzt eine Freikarte fürs Jugendmedientreffen gewinnen

Die Planungen fürs Jugendmedientreffen laufen auf Hochtouren. Beim Jugendmedientreffen erfahrt ihr alles rund um Trends und Möglichkeiten im Netz. Unter dem Titel „Fit fürs Neuland“ könnt ihr vom 20. bis 22. November spannende Workshops in Halle besuchen.

  1. Radioworkshop – Produziere deine eigene Sendung mit Beiträgen, Musik und Moderation bei MDR Sputnik.
  2. Vom leeren Blatt zur Zeitungsseite – Schreibe Texte für die Mitteldeutsche Zeitung und gestalte eine eigene Seite.
  3. Erfolgreich sein auf Youtube – Storytelling, Videoproduktion und Vermarktung – Was steckt noch hinter der Maschinerie Youtube?
  4. Recherche = Google und Wikipedia? – Wie entsteht Wissen? Wie werden Informationen manipuliert? Welche Alternativen gibt es?
  5. Crossmedia – Twitter, Webseite, Instagram – teile deine Eindrücke vom Jugendmedientreffen mit dem Rest der Welt.

Robert erklärt euch, wie ihr kostenlos an der Veranstaltung teilnehmen könnt.


 

200 Euro Startförderung für die Schülerzeitung sichern

In einer neuen Runde wollen der Verband junger Medienmacher
fjp>media und das Kultusministerium in Sachsen-Anhalt Schülerzeitungsredaktionen unterstützen. Noch bis zum 30. Oktober können Schülerinnen und Schüler, die eine Schülerzeitung gründen wollen, oder Redaktionen, die sich gerade in Gründung befinden, eine Anschubfinanzierung in Höhe von 200 Euro beantragen.

Jeder, der schon einmal versucht hat, eine Schülerzeitung zu produzieren, der weiß, wie schwer das sein kann. Denn man braucht nicht nur Organisationstalent und journalistisches Handwerkszeug, sondern nicht zuletzt auch Geld, um etwa die Druckkosten zu decken. Deshalb vergeben das Kultusministerium und fjp>media eine Startförderung für neue Schülerzeitungen.

„Schülerzeitungen sind nicht nur als Spiegel des Schullebens wichtig. Sie leisten auch einen Beitrag zur Meinungsbildung und fördern die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler“, betont Kultusminister Stephan Dorgerloh. Deshalb unterstütze das Kultusministerium die Neugründung von Schülerzeitungen auch in diesem Jahr. Seit 2008 wird die Startförderung in Zusammenarbeit mit fjp>media, dem Verband junger Medienmacher in Sachsen-Anhalt, vergeben.

Mit der Startförderung erhalten die Nachwuchsjournalisten aber nicht nur finanzielle Unterstützung für neue Technik. „Wir bieten zudem kostenlose Seminare und Beratung rund um Redaktionsmanagement, Layout oder Finanzierung an und helfen dabei sich mit anderen Redaktionen zu vernetzen“, erklärt fjp>media-Vorstandsmitglied Julia Ehritt. Viele Neustarter
der vergangenen Jahre haben sich so erfolgreich in die bunte Schülerzeitungslandschaft Sachsen-Anhalts integriert.

Die Anträge auf Startförderung sind bis zum 30. Oktober einzureichen bei: fjp>media, Gareisstraße15, 39106 Magdeburg. Weitere Informationen gibt es unter: http://www.fjp-media.de/schuelerzeitung/starthilfe/


Stellungnahme zum geplanten Jugendangebot von ARD und ZDF

fjp>media, der Verband junger Medienmacher Sachsen-Anhalt, nimmt wie folgt Stellung zum vorgelegten Konzept des Jugendangebotes von ARD und ZDF:
Mit dem KiKA ist es ARD und ZDF gelungen, einen für Kinder attraktiven öffentlichenrechtlichen Fernsehsender zu etablieren. Wichtige politische Ereignisse werden einfach erklärt, Themen aus dem Umfeld von Kindern altersgerecht und ansprechend aufbereitet. Aus medienpädagogischer Sicht hat das Programm einen hohen Mehrwert und leistet einen hervorragenden Beitrag, Kindern die Welt durch Fernsehen zu erklären. Auch für Jugendliche ist ein Programm derartiger Qualität wünschenswert. Fraglich ist unserer Meinung nach jedoch, ob das vorgelegte Konzept ähnlich erfolgreich sein wird.

Wir begrüßen die Entscheidung, das geplante Jugendangebot nicht als Fernsehkanal, sondern als Onlineplattform zu entwickeln. Die aktuelle JIM-Studie zeigt, dass Jugendliche vor allem Internet und Handy in ihrer Freizeit nutzen; die Bedeutung des Fernsehens als Medium für Freizeitbeschäftigung sank in den vergangenen Jahren. Der Trend geht weg vom linearen Fernsehen (und anderen klassischen Medien wie Tageszeitungen). Stattdessen informieren sich Jugendliche über Facebook, Twitter und Youtube: Wichtig sind die Nachrichten, die Freunde teilen oder liken. Insofern ist es sinnvoll, auch eben diese Kanäle für ein gelingendes Jugendangebot von ARD und ZDF zu bedienen. Im Sinne einer Medienkonvergenz sollten bereits vorhandene Angebote der ARD wie You FM und Fritz mit dem entstehenden Jugendangebot verknüpft werden.

Ein Grund, warum Jugendliche beispielsweise vermehrt Youtube nutzen, ist die hohe Authentizität der Akteure. So zählt beispielsweise Youtube-Start LeFloid weit über 2,5 Millionen Abonnenten. Nicht nur seine Persönlichkeit überzeugt, sondern vor allem seine Nähe zur Zielgruppe. Jugendliche haben oft einen anderen Blick auf Themen als Erwachsene; Nachrichten, die von Gleichaltrigen produziert werden, sind zum einen meist verständlicher, zum anderen oft ansprechender. Auch ARD und ZDF haben diesen Trend erkannt und hoffen erfolgreiche Formate und bekannte Youtuber in das Jugendangebot integrieren zu können. Ob dies allerdings gelingt, ist höchst fragwürdig. Ein Wechsel zu ARD / ZDF bedeutet den Verlust der eigenen (redaktionellen) Unabhängigkeit und eine Anpassung an die oft starren Richtlinien der Rundfunkanstalten. Dies wiederum wird zu einem Verlust von Glaubwürdigkeit bei der Zielgruppe führen. Die Annahme, dass bisherige Fans zum geplanten Jugendangebot wechseln, ist zu kurz gedacht.

Positiv zu bewerten ist die Idee, Jugendliche möglichst intensiv in die Programmgestaltung einzubeziehen. Die Idee, in so genannten Creator Spaces mit Jugendlichen neue Formate zu entwickeln und zu testen, ist begrüßenswert. Jugendliche können so erfahren, wie Medien entstehen und sie somit besser reflektieren und auch kritisch hinterfragen. Außerdem bietet sich so die Möglichkeit, mit dem Programm direkt an den Lebenswelten der jugendlichen Zielgruppe zu bleiben. Diese Idee kann somit einen guten Beitrag zur Steigerung von Medienkompetenz und Zielgruppenorientierung leisten; sie sollte unbedingt beibehalten und ausgebaut werden.

Ähnlich verhält es sich mit der Einbindung externer Kompetenz, wobei die Ausführungen dazu im Konzept sehr unkonkret bleiben. Wünschenswert wäre beispielsweise die Einbindung von Jugendverbänden und Jugendringen, die die Interessen junger Menschen vertreten und somit auch wichtige Themen und Probleme der Zielgruppen kennen. Auch Jugendmedienverbände könnten wertvolles Know-How einbringen. Insgesamt entsteht jedoch der Eindruck, dass diese partizipativen Ideen nicht im Vordergrund stehen, schließlich heißt es „Den überwiegenden inhaltlichen Anteil, insbesondere Bewegtbildinhalte, produzieren die zuliefernden Anstalten von ARD und ZDF nach dem Prinzip eines dezentralen Zuliefermodells.“ Demnach bleibt stark anzuzweifeln, dass ausreichend Raum für Innovation und Partizipation von jungen Menschen gegeben ist. Einzelne Beiträge zu kommentieren, macht noch keine wirkliche Partizipation aus.
Erst wenn diese ernst genommen werden und sich zu einer wirklichen Format- und Plattform übergreifenden Diskussion entwickeln, fühlen sich die jungen Menschen auf Augenhöhe und eingebunden. Auf diese Weise könnte auch ein Raum für politische Bildung und (politisches) Engagement entstehen.

Wir bestätigen, dass ein Bedarf besteht, aktuelle Sachverhalte so zu erklären, dass Jugendliche und junge Menschen sie verstehen und sich dafür interessieren. Dies jedoch gleichermaßen für die sehr heterogene Zielgruppe der 14 bis 29-Jährigen zu leisten, stellt eine enorm große Herausforderung dar. Neben der großen Altersspanne müssen unterschiedliche Sozial- und Bildungshintergründe berücksichtigt werden. Auch die sehr unterschiedlich entwickelte Infrastruktur ist zu bedenken: So ist in vielen ländlichen Regionen schnelles und verlässliches
Internet immer noch Zukunftsvision.

Das vorgelegte Konzept ist einerseits längst überfällig, andererseits noch sehr unausgereift. Für ein Gelingen des Vorhabens ist es unabdingbar, das Jugendangebot nicht nur als Versuch zu sehen, die junge Zielgruppe perspektivisch an das gesamte beitragsfinanzierte Angebot heranzuführen. Es stellt vielmehr eine Chance dar, durch Partizipation und Emanzipation einen wertvollen Beitrag zu Medienkompetenz und politischen Bildung zu leisten. Dazu bedarf es allerdings einer dringenden Überarbeitung unter weiterer Einbindung junger Menschen und gesellschaftlicher Akteure.