Archiv der Kategorie: aktuelles

Workshop Parlamentsberichterstattung vom 24. bis 26. Mai 2019 in Magdeburg

Was in der Europa- und Bundespolitik in Brüssel, Straßburg und im Berliner Reichstag passiert, ist täglich Thema in den Medien – aber was passiert eigentlich im Landtag von Sachsen-Anhalt? Und wie berichten Journalist*innen für Funk, Fernsehen und Zeitung aus dem politischen Machtzentrum unseres Landes? Woher bekommen sie ihre Informationen, gerade wenn es um politische Konflikte und Skandale geht? Wie kann man auch in Zeiten von „Lügenpresse“-Vorwürfen und „Fake News“ trotzdem sauber und unabhängig recherchieren?

Antworten auf all diese Fragen bekommst du im Workshop Parlamentsberichterstattung, der vom 24. bis 26. Mai 2019 in Magdeburg stattfindet. Du besichtigst den Landtag von Sachsen-Anhalt und kommst mit Abgeordnet*innen, Politikjournalist*innen und Pressesprecher*innen ins Gespräch, bevor du dich selbst an Recherche und Interviewübungen versuchen kannst. Wir machen dich außerdem fit in Sachen Gesprächsführung, Ethik und Presserecht, was auch deiner eigenen Arbeit als Nachwuchsjournalist*in zugute kommt.

Anmelden können sich junge Medienmacher*innen zwischen 16 und 27 Jahren, die bereits erste journalistische Erfahrungen gesammelt haben und politisch interessiert sind. Der Teilnehmerbeitrag beläuft sich auf 30 Euro inklusive Unterkunft und Verpflegung – gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt.

Wir haben dein Interesse geweckt? Dann melde dich jetzt hier an: www.fjp-media.de.

Foto: CC/Ralf Roletschek

Medien? Na klar! Juleica-Ausbildung mit Medienschwerpunkt bei fjp-media vom 23. bis 27. April 2019

Du interessierst dich für Medien und möchtest dein Wissen an Kinder und Jugendliche weitergeben? Dann meld dich an für unsere nächste Juleica-Schulung vom 23. bis 27. April 2019 in Magdeburg.

Die Jugendleitercard, kurz juleica, ist ein bundesweit einheitlicher und amtlich anerkannter Ausweis, der die Stellung ehrenamtlich Tätiger stärkt und sie amtlichen und nichtamtlichen Stellen gegenüber legitimiert. Obendrein gibt es für Karteninhaber viele Vergünstigungen.

Im Rahmen der fünftägigen Juleica-Ausbildung vermitteln wir dir das nötige Rüstzeug, um eigene Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche zu planen und umzusetzen. Dazu gehören ein Überblick über die mediale Lebenswelt Heranwachsender, ein Leitfaden zur Planung eigener Projekte, Tipps und Tricks für die Betreuung und Leitung von Gruppen, Streitschlichtung sowie Einblicke in die Jugendverbandsarbeit und Möglichkeiten zum Mitmachen. Vermittelt wird das alles natürlich nicht nur als graue Theorie, sondern mit vielen praktischen Übungen und Spielen und natürlich dem Einsatz von Medien.

Der Teilnehmerbeitrag beläuft sich auf 30 Euro inklusive Unterkunft und Verpflegung – gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt. Um mitmachen zu können, solltest du bereits einen Erste-Hilfe-Kurs erfolgreich abgeschlossen haben und 16 Jahre alt sein.

Neugierig geworden? Dann meld dich hier an: www.fjp-media.de

Schülerzeitungsvernetzungstreffen vom 5. bis 7. April 2019 in Magdeburg

Los geht‘s! Schnapp dir deine Schülerzeitungskolleg*innen und mach dich auf in die Landeshauptstadt! Vom 5. bis zum 7. April wollen wir mit dir ein spannendes Wochenende rund um Schülerzeitung verbringen. Lerne junge Medienmacher*innen anderer Redaktionen kennen, tausche dich aus und erkunde gemeinsam neue Ufer des Wissens – unser Wochenende bietet dir eine Plattform dafür!

Um deine Schülerzeitung für den nächsten Wettbewerb fit zu machen, werden wir uns an dem Wochenende zusätzlich schauen, was du dafür unternehmen kannst.

Für einen Teilnehmerbeitrag von 10 Euro bekommst du also drei Tage mit einem fantastischen Programm – Verpflegung und Unterkunft selbstverständlich inklusive! Also pack‘ alle deine sieben Sachen und dann fix nach Magdeburg!

Wir haben dein Interesse geweckt? Dann melde dich jetzt an! Das Anmeldeformular und weitere Infos findest du hier: www.fjp-media.de

Wir freuen uns auf ein spannendes Wochenende mit dir!

Jung und digital – die Digitale Jugendagenda für Sachsen-Anhalt

Die „Digitale Jugendagenda“ ist fertig! Danke an alle Teilnehmer*innen des Digicamps fürs Mitdenken, Diskutieren und Pläne schmieden. Wir haben das Ergebnis jetzt Staatssekretär Thomas Wünsch im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung übergeben und schicken es noch in den Landtag. Mal sehen, was Politik und Regierung zu unseren Forderungen sagen.

Die „Digitale Jugendagenda“ gibt es hier zum Download.

 

Stellenausschreibung medienpädagogische/r Mitarbeiter/in im Medientreff zone!

fjp>media, der Verband junger Medienmacher sucht für den Medientreff zone! in Magdeburg  zum nächstmöglichen Termin

eine/n medienpädagogische/n Mitarbeiter/in

fjp>media vereint als Fachverband professionelle Kompetenz in den Bereichen Jugendarbeit/Jugendschutzes und grundlegende Partizipation von Kindern und Jugendlichen auf Leitungs- wie auf Angebotsebene.
Der Medientreff zone! ist eine Bildungs- und Freizeiteinrichtung mit medienpädagogischem Schwerpunkt. Zum Profil gehören vor allem offene Angebote, Projekte und Bildungsangebote und Beratung.

Aufgabenschwerpunkte

  • Erarbeitung von pädagogischen und inhaltlichen Konzepten, Entwicklung von Angeboten und Projekten
  • Planung, Organisation, Durchführung und Nachbereitung von Angeboten und Projekten
  • Gestaltung des Offenen-Tür-Bereichs der Einrichtung
  • Organisation und Koordination der Netzwerkarbeit
  • Teilhabe an wissenschaftlichen medienpädagogischen Diskussionen und Prozessen,
  • Aufarbeitung von Informationen und Erarbeitung von fachlichen Materialien
  • Anleitung der MitarbeiterInnen, Koordination der Arbeit, Leitung von Teambesprechungen usw.
  • Planung, Organisation, Leitung und Durchführung von Maßnahmen der Mitarbeiterweiterbildung
  • Leitung der Einrichtung, Betriebsführung
  • Planung Finanzbedarf, Beantragung und Abrechnung von Mitteln
  • Fachpolitische Vertretung nach außen, Zusammenarbeit mit Behörden, Gremien und anderen Institutionen
  • Dokumentation und Evaluation der Arbeiten
  • Mitarbeit an Kooperationsprojekten, Gremienarbeit
  • Mitgestaltung von Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit

Anforderungen

  • Abgeschlossene Hochschulbildung im Bereich Soziale Arbeit/Sozialpädagogik, Medienpädagogik/Medienbildung oder gleichwertige Fähigkeiten und Erfahrungen
  • Umfangreiche anwendungsbereite Kenntnisse im Bereich der Medienpädagogik und Jugend(medien)schutz
  • Sicherer Umgang mit neuen Medien
  • Erfahrungen im Projektmanagement, gutes Organisationsvermögen
  • Kenntnisse von Struktur, Organisation und verwaltungstechnischer Arbeitsweise öffentlicher und freier Träger der Jugendhilfe
  • Gute Kommunikationsfähigkeit und hohe soziale Kompetenz
  • Flexibilität und hohe Einsatzbereitschaft, auch zu Schicht- und Wochenendarbeit
  • Grundlegende Kenntnisse relevanter Rechtsvorschriften
  • Grundlegende Englischkenntnisse
  • Grundlegende Kenntnisse von Office-Anwendungen
  • PKW-Führerschein Klasse B

Wir bieten

  • eine spannende Tätigkeit in einem kreativen und abwechslungsreichen Arbeitsfeld
  • das Mitwirken in einem lebhaften Jugendverband
  • die Möglichkeiten zur Qualifikation
  • einen hohen Gestaltungsspielraum
  • eine Vergütung in Anlehnung an den TvöD SuE 11, 40 Stunden

Bewerbungen mit vollständigen Unterlagen ausschließlich per E-Mail bis zum 14.10.2018 an
Olaf Schütte, Geschäftsführer
E-Mail: olaf.schuette@fjp-media.de

fjp>media
Verband junger Medienmacher Sachsen-Anhalt
Olaf Schütte
Postfach 1442
39004 Magdeburg
Telefon: 03 91 / 561 82 36
Fax: 03 91 / 541 07 67
E-Mail: olaf.schuette@fjp-media.de

Stellenausschreibung MedienpädagogIn Medientreff zone

Position zur Medienkompetenz und Medienbildung

Leben in der Mediengesellschaft
Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation
Aktuelle Herausforderungen an lebenslanges Medien-Lernen
Nachhaltige Medienkompetenz-Konzepte
Forderungen
fjp>media als kompetenter Ansprechpartner für Medienkompetenz

Leben in der Mediengesellschaft

Der 15. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung beschreibt die Herausforderung, dass junge Menschen sich parallel in einer Online- und einer Offlinewelt bewegen. Insbesondere Kommunikation in sozialen Netzwerken findet rund um die Uhr statt. Diejenigen, die wegen mangelnder Medienkompetenz, schwacher Infrastruktur oder fehlender Geräteausstattung nicht dabei sind, können auch nicht digital teilhaben. Dabei ist mediale Teilhabe ein zentraler Aspekt eines gleichberechtigten Lebens: Medien haben in unserer Gesellschaft eine wachsende ökonomische, kulturelle und politische Bedeutung. Sie übermitteln Informationen, vernetzen Akteure, sind Marktplatz und Mittel zur Teilhabe. Die gesellschaftliche Entwicklung funktioniert nicht ohne mediale Speicherung und (selektive) Verbreitung von Informationen sowie sozial differenzierten Nutzungsweisen.

Medien verändern unsere Kommunikation und führen zum Entstehen neuer Interaktions- und Kommunikationsformen. Durch Medien, ihre technischen Entwicklung und Vernetzung entstehen neue soziale Muster des Zusammenspiels von Erkenntnis, Kommunikation und Wirklichkeitsverständnis. Niemand in unserem Kulturkreis kann sich dem Leben mit Medien entziehen, niemand entgeht den Einflüssen der medialen Welt.

Das Mediensystem ist dabei so vielfältig, umfangreich und dynamisch, dass Menschen die bewusste, sinnvolle und nachhaltige Orientierung innerhalb dieses Systems schwer fällt. Es bietet einerseits Informationen in Unmenge und Vielfältigkeit, gibt jedoch andererseits dem Rezipienten kaum Hilfen zur Strukturierung dieser Informationen und zur Bestimmung von deren Relevanz. Eine Orientierung insbesondere für Kinder und Jugendliche ist wegen der mangelnden Erfahrung der Erwachsenen in der sich ständig wandelnden omnipräsenten Medienwelt mit dynamischen Kommunikations- und Wertesystemen besonders schwierig. Den Digital Natives fehlen schlicht Vorbilder, Rollenerfahrungen und Reflexionsmöglichkeiten, denn diese gibt es eben nicht.

Durch die Nutzung von Smartphones hat besonders die mobile Teilhabe an sozialen Netzwerken in den letzten Jahren zugenommen. In diesen digitalen Räumen erleben die Heranwachsenden Anerkennungsprozesse, Auseinandersetzung mit der eigenen Identität durch Abgrenzung, aber auch Teilen von Interessen und Wertvorstellungen. Entwicklungsprozesse können in diesen sozialen Räumen positiv gelingen, durch einen unreflektierten und naiven Umgang gleichzeitig jedoch auch weitreichende Probleme mit sich ziehen. So entstehen neue Herausforderungen für Entwicklung und Sozialisation sowie gesellschaftliche Risiken wie ethisch fragwürdige Medienangebote, soziale Benachteiligung oder die fahrlässigen Formen des Umgangs mit (digitalen) Medien.

Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation

Medienkompetenz bedeutet als Schlüsselkompetenz mehr als nur das technische Bedienen eines Gerätes. Sie soll Kindern und Jugendlichen helfen, souverän mit Medien umzugehen, ohne sich ihren Formen und Inhalten zu unterwerfen.

Im soziologischen Kontext ist Medienkompetenz Bestandteil individueller Handlungskompetenzen im Jugendalter, die ausschlaggebend für das Zurechtkommen in der Gesellschaft sind. Jugendliche, die für die Wahrnehmung von Umweltbedingungen und eigenen Handlungsmöglichkeiten eine flexible und selbstreflexive Kompetenz entwickelt haben, sind denjenigen weit überlegen, die solche Selbststeuerungsfähigkeit nicht aufbringen.

Medienkompetenz ist zudem auch als Teil politischer Bildung zu verstehen. Hier gilt es für den Zusammenhang von Medien und Politik zu sensibilisieren. Junge Menschen müssen ermächtigt werden, bewusst und (medien)kompetent ihre Entscheidungen zu treffen und für ihre Interessen einzustehen. Wer medienvermittelte Inhalte und deren Hintergründe versteht, kann auch besser Politik verstehen und gestalten. Junge Menschen müssen lernen, Informationen zu hinterfragen, Quellen einzuordnen und sich selbst ein Bild zu machen. Nur so können sie aktuelle gesellschaftliche Themen verstehen und einordnen. Mit diesem Rüstzeug ausgestattet können sie als mündige Bürger nach bestem Wissen und Gewissen Entscheidungen treffen.

Aktuelle Herausforderungen an lebenslanges Medien-Lernen

Den bewussten Umgang mit Medien zu erlernen, ist ein lebenslanger Prozess, der bereits im Kindergarten beginnt. Neben Eltern müssen auch pädagogische Fachkräfte, die das Lernen von den ersten Jahren an begleiten, dafür entsprechend sensibilisiert und qualifiziert sein. Eine verbindliche Regelung für die Medienkompetenzvermittlung in Ausbildung und Studium fehlt jedoch genauso wie ein aufeinander aufbauendes Bildungskonzept für dieses Thema.

Das System der schulischen Bildung ist mit den Entwicklungen bislang überfordert. Es gibt weder ausreichend medienpädagogische Fachkräfte, sinnvolle technische Ausstattung noch nachhaltige inhaltliche Konzepte für eine schulische Medienbildung.

In den Elternhäusern herrscht noch immer eine große Unsicherheit über eine reflektierte und nachhaltige Auseinandersetzung mit dem familiären Medienverhalten. Häufig sind Eltern mit dem medienpraktischen Handeln ihrer Kinder überfordert, es dominieren restriktive und resignierende Verhaltensmuster.

Die praktische Jugendhilfe stellt sich der Situation nur zögernd. In der Elementarbildung steht Medienerziehung selten im Fokus pädagogischen Handelns, die Fachkräfte verfügen weder über adäquate Ausbildung noch strukturelle Freiräume dafür. In der Jugendarbeit und Jugendbildung gibt es zahlreiche innovative und zielgruppenorientierte Ansätze, die ihre Grenzen jedoch regelmäßig in instabilen Strukturen und zeitlich begrenzter Förderung finden.

Nachhaltige Medienkompetenz-Konzepte

Um den verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden, braucht es umfassende medienpädagogische Angebote zum Kompetenzerwerb in Schule, Jugendarbeit sowie im familiären Kontext. Die Vermittlung von Medienkompetenz muss sich an alle Zielgruppen – an Eltern, Heranwachsende und pädagogische Fachkräfte – richten. Die inhaltlichen Schwerpunkten müssen sich an den jeweiligen Entwicklungsaufgaben der Kinder und Jugendlichen orientieren. Ein verbindliches Konzept könnte eine aufeinander aufbauende kontinuierliche Struktur garantieren.

Mit dem Strategiedokument „DIGITALE BILDUNG – Der Schlüssel zu einer Welt im Wandel“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und dem gemeinsamen Strategiepapier „Bildung in der digitalen Welt“ der Kultusministerkonferenz gibt es entsprechende bundesweite Grundlagen. In vielen Bundesländern existieren adäquate Grundsatzpapiere. Allerdings fehlen meist die notwendigen strukturellen Voraussetzungen und finanzielle Ressourcen, um nachhaltige Medienkompetenz-Angebote umzusetzen.

Gefragt sind aktuell daher praxiserprobte medienpädagogische Angebote von Akteuren der außerschulischen Jugend- und Bildungsarbeit. Sie sind in der Regel flexibel und praxisnah, an der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen orientiert und beziehen die Selbstsozialisation im Umgang mit der Familie und im Freizeitalltag der Cliquen mit ein. Neben den durch Fachkräfte organisierten Angeboten sind hier allem Projekte der Peer-Education, also der Wissensvermittlung durch speziell geschulte Multiplikatoren gleicher Alters- oder Statusgruppen sinnvoll.

Forderungen

Für ein nachhaltiges Gelingen einer Medienkompetenz-Strategie ist ein partizipativer Ansatz unabdingbar. Idealerweise werden junge Menschen an Ideenfindung, Planung und Durchführung solcher Strategien beteiligt. So kann maßgeblich der Zugang zur Zielgruppe und die Erreichbarkeit von jungen Menschen verbessert werden. Von Gleichaltrigen oder in Peergroups entwickelte Ideen kommen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daher, orientieren sich in Inhalt und Sprache an den Lebenswelten der jungen Menschen und wirken so nachhaltiger und direkter.

Ebenso wie in allen anderen Bereichen der Gesellschaft kommt es auch in der Medienkompetenz auf Inklusion an. Insbesondere vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Einschränkungen oder Benachteiligungen, aber auch kultureller oder nationaler Herkunft müssen Konzepte so geplant und Angebote so gestaltet werden, dass alle uneingeschränkt davon partizipieren.

Vor dem Hintergrund der sich rasant entwickelnden Technik, aber auch der mitunter sehr persönlichen Anforderungen an Medientechnik unter Inklusionsaspekten sollten pädagogische und technische Konzepte der Medienkompetenzentwicklung die Integration privater mobiler Endgeräte (Bring Your Own Device – BYOD) berücksichtigen. Die BYOD-Ergänzung von Technik z.B. im System Schule fördert das individualisierte, selbstständige und situative Lernen, erzielt nachhaltigere Effekte und kann so maßgeblich zur Bildungsgerechtigkeit beitragen.

Schulen, Jugendeinrichtungen und Bildungsinstitutionen brauchen eine aktuelle und ausreichende technische Ausstattung. Neben einer breitbandigen Internetanbindung und einem selbstverständlich vorhandenen WLAN bedarf es eines zielgenauen und bedarfsgerechten Ausstattungskonzeptes, das auch eine Wartung und Erneuerung von Hard- und Software beinhaltet.

Entscheidend für eine erfolgreiche Entwicklung von Medienkompetenz sind pädagogische Ziele. Daher sind neben den technischen Voraussetzungen dezidierte medienpädagogische Konzepte, abgestimmt auf die jeweilige Zielgruppe und Institution, unabdingbar. Sie sollten klare Zielformulierungen, Methoden und Qualitätsbeschreibungen beinhalten.

Medienpädagogische gebildete Fachkräfte unterstützen Lehrende und SozialarbeiterInnen in der Umsetzung medienpädagogischer Konzepte. Häufig sind sie die zentral Handelnden in diesem komplexen Feld. Daher ist eine auskömmliche Finanzierung nachhaltiger Medienkompetenz-Angebote inklusive des entsprechenden Personals bei schulischen wie außerschulischen Akteuren eine wesentliche Grundlage für eine gelingende Medienkompetenz.

Mit der geplante Stärkung der Vermittlung der Medienkompetenz im Rahmen des § 14 SGB VIII betont der Gesetzgeber die besondere Bedeutung und Rolle von Medien für junge Menschen und unterstreicht die immanente Zugehörigkeit des Arbeitsbereichs zur Kinder- und Jugendhilfe. Konsequenterweise sollte die Vermittlung von Medienkompetenz jedoch auch in § 11 Absatz 1 Satz 1 bzw. 2 verankert werden. Hier gehört im aktuellen lebensweltlichen Bezug medienpädagogische Arbeit unbedingt benannt.

Für den Jugendmedienschutz sind in Deutschland zahlreiche Gremien, Institutionen und Einrichtungen für den Kinder- und Jugendschutz in den Medien zuständig. Wenn Eltern, Erziehungspersonen und junge Menschen die rechtlichen Regelungen verstehen und die Akteure kennen sollen, ist perspektivisch eine weitere Vereinheitlichung und Vereinfachung von Strukturen des Jugendmedienschutzes notwendig.

Hilfreich gerade für Kinder, Jugendliche und Erziehende sind zudem zentrale Informations- und Beratungsstellen. Bundesweite Initiativen und Angebote der Beratung sind sehr vielseitig und so auch sehr unübersichtlich. Neben internet-abc, jugendschutz.net, klicksafe.de, SCHAU HIN! oder juuuport gibt es zahlreiche weitere Projekte. Eine Vernetzung und Bündelung der Angebote und ergänzende regionale Anlaufstellen helfen Ratsuchenden.

fjp>media als kompetenter Ansprechpartner für Medienkompetenz

Gegründet durch Schülerzeitungsredakteure vertritt fjp>media seit 1991 die Interessen aller jungen Menschen, die selbstbestimmt an Online-Medien, Hörfunkprojekten, Video-Produktionen und bei Zeitungen arbeiten. Dabei gehört die Vermittlung von Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation von Anfang an zu den zentralen Zielen und Themenfeldern des Verbandes.

Seit 1992 unterstützt fjp>media Schülerzeitungen. Zahlreiche Bildungsangebote helfen bei Fortbildung und Vernetzung der Redaktionen; der Medienpreis „Goldene Feder“ zeichnet die besten jungen JournalistInnen des Landes aus. Neben der Arbeit mit den Redaktionen gibt es begleitende Angebote für Lehrkräfte bzw. Schulsozialarbeit und Eltern. Gemeinsam mit dem Bildungsministeriums des Landes Sachsen-Anhalts vergibt fjp>media Startförderungen für neue Redaktionen.

fjp>media engagiert sich seit 1994 im Bereich der landesweiten außerschulischen Jugendbildung. Hier erreicht der Verband jedes Jahr mehrere Hundert junge Menschen aus ganz Sachsen-Anhalt, die sich an Wochenenden und in den Ferien weiterbilden und vernetzen wollen. Die Angebote helfen, Medien besser zu verstehen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und selbst Medien zu gestalten. Dabei gibt es ergebnisorientierte Workshops ebenso wie Diskussionsformate, Seminare, Kurse, Reportagereisen oder Exkursionen.

Seit 1998 unterhält fjp>media mit dem Medientreff zone! in Magdeburg eine medienpädagogische Jugendfreizeiteinrichtung. Neben offener Kinder- und Jugendarbeit finden auch Projekte mit Kindergärten, Schulklassen und Einrichtungen der Behindertenhilfe statt. Regional wirkt die Einrichtung als Fortbildungs-, Netzwerk- und Beratungsstelle. Im Medientreff zone! gibt es ein Schülerzeitungsarchiv, eine Fachmediathek sowie Technik zum Entleihen.

2015 gründete fjp>media die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz und übernimmt seitdem im Auftrag des Landes Aufgaben des präventiven Kinder- und Jugendschutzes. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Jugendmedienschutz, der unmittelbar mit dem Erwerb der Medienkompetenz verbunden ist. Durch die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz werden jährlich zahlreiche Projekte und Bildungsangebote für Kinder- und Jugendliche im ganzen Land realisiert. Eltern und Fachkräften der Kinder- und Jugendarbeit stehen wir mit Fortbildungen und Beratung zur Seite.

fjp>media wirkt aktiv in der AG Medienbildung/-kompetenz sowie dem Netzwerk Medienkompetenz des Landes Sachsen-Anhalt und engagiert sich in der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK).

ExpertInnen von fjp>media sind in folgenden Kontroll- und Aufsichtsgremien vertreten: Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM), Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK), Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM), Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA) und Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK). Als Fachverband verbindet fjp>media grundlegende Partizipation von jungen Menschen auf Leitungs- wie auf Angebotsebene und professionelle Kompetenz im Hauptamt. Damit steht der Verband Heranwachsenden, Familien und Fachkräften in Sachsen-Anhalt auf vielfältige Weise mit Information, Beratung, Fortbildung und Projektangeboten zu Medienkompetenz zur Seite.

 

Positionspapier Medienkompetenz

Alles Gute zum Frauentag

Gerechte Bezahlung, faire Chancen für die Karriere, echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf, politische Selbstvertretung, wirksamer Schutz vor Diskriminierung und Gewalt und eine umfassende Gleichberechtigung sind insbesondere für Frauen immer noch eher ein Ziel als die Realität. Aber wir arbeiten ja gemeinsam daran, dass es Schritt für Schritt voran geht…

Kinderzimmer der Zukunft beim Safer Internet Day

Die Spielzeugindustrie hat Internet und Multimedia als Markt entdeckt. Sogenannte „connected toys“ – vernetzte Spielzeuge, die über Smartphone und Internet digital agieren, erobern die Spiele- und Lebenswelt von Kindern. Was genau das für Fragen der Medienkompetenz, des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte bedeutet, will fjp>media am 07.02.2017, dem Safer Internet Day (SID) verdeutlichen.

Ein begeh- und erlebbares Kinderzimmer mit vernetztem Spielzeug und Zubehör lädt zum Ausprobieren und Nachdenken darüber ein, wie Kinder in einer von Medien geprägten Umwelt aufwachsen.

Der Besuch im Kinderzimmer der Zukunft startet um 17:00 Uhr. ExpertInnen erklären, welche Herausforderungen und Bedarfe, Chancen und Risiken sich in der Zukunft ergeben und informieren auch zu allen Fragen rund um Internetsicherheit und Cybermobbing.

Das Kinderzimmer der Zukunft findet sich im Magdeburger Medientreff zone! und wird durch die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz von fjp>media betreut.

Der Safer Internet Day (SID) will mit jährlich stattfindenden Aktionen die Sensibilität für das Thema „Sicheres Internet“ fördern und Menschen aller Altersgruppen dazu zu bewegen, dem Thema mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Kinderzimmer der Zukunft
Medientreff zone!
Gareisstraße 15 (direkt am Universitätsplatz)
39106 Magdeburg