Archiv des Autors: Olaf Schütte

35 Jahre fjp>media – Danke für eine starke Gemeinschaft

Heute feiern wir ein besonderes Jubiläum: Vor 35 Jahren, am 16. März 1991, wurde fjp>media in Magdeburg gegründet. Was damals aus der Initiative engagierter Schülerzeitungsredakteur*innen entstand, ist heute ein lebendiger Jugendmedienverband, der junge Menschen vernetzt, Medienkompetenz stärkt und ihnen eine Stimme gibt. Entwickelt hat sich zudem ein Kompetenzzentrum für Themen rund um Jugendmedien, Medienbildung, Kinder- und Jugendschutz, Prävention exzessiver Mediennutzung, Hass im Netz oder Digitalisierung in Jugendarbeit und Bildung.

In den vergangenen Jahrzehnten haben unzählige junge Menschen bei fjp>media geschrieben, diskutiert, gestaltet, gestritten, gelernt und gemeinsam Projekte auf die Beine gestellt. Möglich wurde das vor allem durch das große Engagement vieler Ehrenamtlicher und durch ein hochmotiviertes hauptamtliches Team, das die Ideen der jungen Aktiven unterstützt und begleitet.

Ein besonderer Dank gilt auch den vielen Partner*innen aus Jugendhilfe, Medien, Bildung und Politik, die uns über all die Jahre begleitet, unterstützt und an uns geglaubt haben.

Heute blicken wir mit Stolz auf diese gemeinsame Geschichte und mit Zuversicht nach vorn. Mit unserer neuen Co-Geschäftsführerin Anna-Lisa Nikoleizig beginnt ein neues Kapitel, in dem wir noch besser junge Perspektiven stärken und gemeinsam die Zukunft für Jugend und Medien gestalten wollen.

Blick zurück: Eine Vorstandssitzung Anfang der neunziger Jahre.

Generationswechsel bei fjp>media: Neue Doppelspitze in der Geschäftsführung

Bei fjp>media beginnt das neue Jahr mit einem besonderen Schritt: Nach über 30 Jahren gibt es ein Generationswechsel in der Geschäftsführung. Seit dem 1. Januar steht Anna-Lisa Nikoleizig als engagierte Co-Geschäftsführerin an der Seite von Olaf Schütte. Bis zum Jahresende wird sie dann die Leitungsaufgaben im Jugendverband vollständig übernehmen.

Anna-Lisa ist 26 Jahre alt und bereits seit fünf Jahren als Jugendschutzreferentin im Verband aktiv. Sie bringt wertvolle Erfahrungen, neue Ideen und viel Begeisterung für die Arbeit mit jungen Menschen ein. Ihr Engagement für Medienbildung und Jugendbeteiligung prägt schon jetzt viele Projekte im Verband.

Für Fragen, Anliegen oder einfach den Austausch stehen beide Geschäftsführende gern zur Verfügung.
Den Kontakt und einen Überblick über das gesamte Team von fjp>media gibt es hier:
www.fjp-media.de/verband/team

Mit einem Leitbild strategisch klarer in die Zukunft

Als Jugendmedienverband hat sich fjp>media in den vergangenen Jahren dynamisch entwickelt. Wichtige neue Angebote sind entstanden, andere blieben ein Stück weit auf der Strecke.

Um solche Prozessen zukünftig mit einem klaren Plan und einer abgestimmten Richtung gestalten zu können, hat der Verband im Jahr 2025 eine umfangreiche Leitbilddiskussion angeschoben. Bereits Ende 2024 haben Vorstand und hauptamtliche Ebene wichtige Punkte für ein Leitbild zusammengetragen und ein Ideenpapier entwickelt. Im Frühjahr 2025 waren alle Mitglieder und Interessierte eingeladen, sich auf einer Klausur intensiv mit dem Leitbild zu beschäftigen. Ausgehend von dem Ideenpapier haben wir die Geschichte, Ziele und Werte unseres Verbands diskutiert. Das im Ergebnis entstandene Leitbild wurde durch den Vorstand redaktionell gefasst und auf der Mitgliederversammlung am 30. November 2025 beschlossen.

Hier ist die aktuelle Version des Leitbildes zu finden: 
https://www.fjp-media.de/leitbild/

Medienkompetenz stärken statt Social Media verbieten: Position von fjp>media zur Nutzungsbegrenzung sozialer Medien

Am 27. November 2025 konnte fjp>media im Ausschuss für Bildung des Landtages von Sachsen-Anhalt zur Nutzung sozialer Medien durch Kinder und Jugendliche Stellung nehmen. Grundlage war das Diskussionspapier der Leopoldina zum Umgang mit Social Media1.

Völlig klar ist, dass die psychische Gesundheit junger Menschen höchste Aufmerksamkeit verdient. Pauschale Verbote sind aus unserer Perspektive jedoch pädagogisch ungeeignet, rechtlich riskant und sozial ausgrenzend.

Als landesweiter Jugendmedienverband setzen wir uns für einen kompetenzorientierten, partizipativen und kinderrechtsbasierten Umgang mit Medien ein. Angesichts der Tatsache, dass nahezu alle 12- bis 19-Jährigen ein Smartphone besitzen, sind digitale Räume fester Bestandteil ihrer Lebenswelt. Ein generelles Smartphone- oder Social-Media-Verbot würde junge Menschen von schulischen, sozialen und gesellschaftlichen Kommunikationsräumen ausschließen und ihre digitale Teilhabe massiv einschränken.

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Verbandstreffen vom 28.02. bis 02.03.2025 in Magdeburg


Die letzten Jahre waren herausfordernd und haben unseren Mitgliederkontakt ziemlich ausgebremst. Außerdem gab es im Verband eine Menge Probleme, die unsere Pläne durcheinanderwirbelten.

Wir wissen, dass vieles eingeschlafen und nicht mehr so lebendig ist. Das wollen wir jetzt ändern. Dafür brauchen wir genau dich! Bring deine Ideen ein und hilf uns, fjp>media neu zu erfinden. Zusammen können wir neu starten. Mit deiner Energie und deinen frischen Ideen bestimmen wir, wohin die Reise geht. Weiterlesen

So geht es weiter mit der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz

Nach langem Ringen haben wir uns auf die europaweite Ausschreibung des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes beworben. Das war keine leichte Entscheidung. Wir haben – auch im Team – diskutiert, ob wir in einem Klima arbeiten wollen, in dem wir nicht willkommen sind und unsere Arbeit nicht wertgeschätzt wird. Wir haben uns gefragt, ob wir mit jemandem zusammenarbeiten können, der die Servicestelle und fjp>media offensichtlich nicht mehr als Partner haben will.

Auch wenn wir das Vorgehen des Landes mit der Ausschreibung nach wie vor für falsch halten, wollen wir den Kindern und Jugendlichen, ihren Eltern und den Fachkräften im Land weiterhin zur Seite stehen. Deshalb hat der Vorstand des Verbandes beschlossen, dass wir uns an der Ausschreibung beteiligen. Nicht weil, sondern trotz dieses fragwürdigen Verfahrens.

Nach der Bewerbung im Mai dauerte es lange drei Monate bis zur Vergabe. Danach mussten noch umfangreiche rechtliche Fragen geklärt werden. In dieser Zeit der doppelten Unsicherheit gab es leider und verständlicherweise Kolleg*innen, die unter diesen Bedingungen nicht mehr im Auftrag des Ministeriums arbeiten wollten. Das Team hat sich dezimiert.

Aber – und das ist die gute Nachricht – haben wir den Zuschlag bekommen und schlussendlich Mitte November den Vertrag für die Aufgaben des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes unterschrieben. Unter neuen Bedingungen können wir daher auch ab 2025 für Heranwachsende, Fachkräfte und Eltern da sein.

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die uns auf diesem Weg begleitet haben. Der große Zuspruch, die vielfältige Solidarität und die guten Wünsche für unsere Arbeit haben uns sehr geholfen, durchzuhalten und weiter zu kämpfen.

Jetzt blicken wir optimistisch in die Zukunft und freuen uns, mit Ihnen und euch auch zukünftig für eine guten Kinder- und Jugendschutz zu wirken.